Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.
Heinrich Heine
April / Mai 2011
Liebeswunder und Männerzauber
Janet Evanovich
März 2011
Allmen und die Libellen
Martin Sutern
Dezember 2010
Rubinrotes Herz,
Eisblaue See
Morgan Callan Rogers
Nuuuun - es ist bereits Februar - was heisst, ich hatte geschlagene zwei Monate bis ich das Buch gelesen hatte... Okay, ich habe nebenein noch Fach- und Sachbücher gelesen, aber ein gutes Buch kann ich am Abend im Bett nicht aus der Hand legen und habe es trotzdem in einer Woche ausgelesen - egal wie viel ich sonst arbeite oder nebenbei lese.
Trotzdem habe ich es fertig gelesen. Weil ich dachte, der Clou, die Überraschung käme irgendwann - kam leider nicht. Das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen - war viel zu einfach.
Es geht um ein Mädchen, dessen Mutter auf einmal verschwindet. Die Geschichte handelt davon, wie sich das Mädchen und der Vater durchs Leben manövrieren ohne am Verschwinder der Mutter, der Frau zu zerbrechen. Der Gedanke ist ja nicht schlecht, aber der Rahmen der Story ist nicht geschlossen und sehr schwammig. Mir fehlt der rote Faden auch wenn ich die Protagonistin gern gewonnen habe. Vermutlich habe ich nur wegen ihr weiter gelesen, weil der Charakter sehr plastisch beschrieben und deshalb fassbar war.
Der Daumen zeigt leicht nach unten - aber ist natürlich Geschmacksache.
November 2010
Mini Shopaholic
Sophie Kinsella
456 Seiten
Ja ja, Sophie Kinsella und ihre Becky alias Shopaholic...
Dieses Mal mit ihrer Tochter, die bereits im zarten Alter von zwei weiss, was sie will - und was nicht... Manchmal habe ich mich zwar geärgert, dass Becky ihre Tochter wirklich zu sehr verwöhnt und nicht konsequent ist - aber das macht ihren Charm aus und passt zu ihrer Charaktere! Sophie ist einfach genial! Ich bin jedes Mal von ihren Enden fasziniert, wie sie es fertig bringt, immer wieder aufs Neue zu überraschen und dem Leser zu einem AHA -Erlebnis zu bescheren.
Einfach GENIAL!!! Beide Daumen hoch!
Oktober 2010
Der hellste Stern am Himmel
Marian Keyes
730 Seiten
Die ersten Bücher von Marian Keyes habe ich geliebt. Vor allem jene, in denen eine Tochter der Familie Walsh eine Protagonistin ist.
Aber die letzten Romane haben mir nicht so gefallen. Auch dieser nicht. Er ist nicht schlecht, spielt mir aber zusehr mit Klischees und die Personen sind charakterlich zum Teil nicht ausgereift - für meinen Geschmack. Während des Lesens hat mich ein Gefühl von Unstimmigkeit beschlichen.
Verschiede Personen, Paare, Leben, die miteinander verwoben sind, der Tod und das Leben, die sich begegnen - fast zu viel auf einmal, so dass ein Nachgeschmack von Unreife übrigbleibt.
Nicht schlecht, aber auch nicht der Wahnsinn.
September 2010
Endlich!
Ildiko von Kürthy
316 Seiten
Ein typischer Ildiko von Kürthy Roman. Witzig, unterhaltsam, eine liebenswerte Protagonistin.
Auch in diesem Roman von ihr geht es um Beziehungskiste.
Vera findet heraus, dass ihr Ehemann sie betrügt und hinterfragt endlich ihr fest gefahrenes Leben und ob sie das alles so will wie es ist.
"Das konstatieren des Istzustandes ist der Motor für jede Selbstveränderung."
Erst will sie ihren Mann und ihr Leben zurück und dann findet sie das, was sie wirklich glücklich macht.
Sehr empfehlenswert! Seit "Mondscheintarif" verschlinge ich alle Bücher von Ildiko.
September 2010
Erhörte Gebete
Truman Capote
233 Seiten
Truman Capote ist der Autor von "Frühstück bei Tiffany" und erst war ich mir nicht sicher, ob ich das Buch kaufen soll. Nicht, dass "Frühstück bei Tiffany" nicht gut wäre, aber ich hatte so ein old fashioned Bild in Schrift vor mir - was sich absolut nicht bestätigt hat!
Obwohl es ein bisschen wirr geschrieben ist und der rote Faden manchmal sehr dünn, ja fast unscheinbar, wurde, hat es mir sehr gut gefallen.
Es ist ja eine Art Enthüllungsroman von Capote, in welchem er mit den Reichen und Prominenten abrechnet. Er nimmt kein Blatt vor den Mund - vor die Feder - und schreibt frisch von der Leber übers Ficken und Vögeln und wer mit wem und über Perversionen und wie versaut die meisten von seinen Bekanntschaften waren.
Sehr amüsant in der Form seines Alter Egos P.B. Jones erzählt.
August 2010
nächsten Sommer
Edgar Rai
236 Seiten
Was ist das Leben? Kleines Drama? Grosses Kino?
Angesprochen hat mich erst das Cover. Ein VW Bus, Meer, Urlaub...
Philosophisch angehaucht über den Sinn des Lebens, über die Liebe, darüber, dass wir nicht alles bestimmen können und auch nicht müssen.
Drei Freunde fahren mit einem alten VW Bus nach Frankreich in das Haus, das der Erzähler, Felix, von seinem Onkel geerbt hat. Am Schluss sind sie zu sechst und haben viel über sich und das Leben gelernt.
Ich liebe Bücher mit Philosophie im Allgemeinen und Sinn-im-Leben-Fragen im Speziellen. Mein dritter Roman handelt genau von diesem Thema wozu ich eine klare Meinung habe. Deshalb hat mir "nächsten Sommer" auch super gut gefallen. Klar und witzig geschrieben. Sehr anschauliche Metaphern, die sich beim Lesen ins Hirn einbrenen und das Kophkino lebendig halten. Toller Autor. Kompliment!
Absolut empfehlenswert für alle, die hin und wieder über sich und ihr Leben und warum wir überhaupt da sind, warum man sich in die eine und nur in die eine Person verliebt und nach welchen Gedankengängen wir so und nicht so handeln, nach denken.
August 2010
High Heels und Gummistiefel
Muriel Zagha
Der Schreibstil von Zagha wird mit jenem von Sophie Kinsella verglichen - nur eben nicht ganz. Das Buch ist witzig und ich habe es auch in einem Rutsch aus gelesen. An manchen Stellen ein bisschen holprig und unwahrscheinlich, nicht ganz stimmig - aber ansonsten ist es eine leichte Lektüre, die gut geschrieben ist.
Zwei junge Frauen tauschen ihre Wohnung. Paris gegen London, London gegen Paris und beide Frauen, komplett unterschiedlich, treffen ein Leben an einem neuen Ort an, in das sie sich erst eingewöhnen müssen.
Die Kapitel sind abwechselnd mit Daisy und Isabelle ausgeführt, bis sie sich am Ende des Buches persönlich kennen lernen - auf ungewöhnliche Art und Weise.
Empfehlenswert :o)
Juli 2010
Letzte Nacht in Twisted River
John Irving
Nun gut- exzellent geschrieben - natürlich - sogar amüsant hier und da - wegen der Zeitsprünge jedoch muss man sich beim Lesen sehr konzentrieren. Gewöhnungsbedürftig ist auch der Einstieg, da sich dieser in einem Holzfällercamp abspielt und recht ungewöhnlich ist.
Die Geschichte handelt vom Koch Dominic und seinem Sohn Daniel, der aus Versehen die Geliebte seines Vaters mit der Bratpfanne erschlägt weil er sie für einen Bären hielt...
Der Koch versucht, dem Freund seiner Geliebten den Mord anzuhängen - auch wenn er weiss, dass dieser irgendwann die Wahrheit herausfinden und ihn jagen und töten wird.
In der Nacht als die Tragödie sich zuträgt, flüchten der Koch und sein Sohn in ein anderes Leben - verbunden mit ihrem alten durch den Freund Ketchum, der sie immer auf dem Laufenden hält, was in Twisted River passiert.
Die Story ist über Jahre erzählt und wie erwähnt hin und wieder sehr sprunghaft. Soll man es lesen? Fans von Irving sicher - ansonsten nur konzentrierte Leser mit Ausdauer.
Juli 2010
Nichts anzuziehen!
160 Seiten
Wais Kiani
Frauen kennen Wais Kianis Kolumne aus der Maxi und ihre Ratschläge aus der Annabelle. Sie versteht es, Mode Do's and Dont's amüsant, ironisch und auch sarkastisch darzustellen. Ihre Meinung stellt sie klar heraus und scheut sich nicht, das Kind - mitunter - beim unschönen Namen zu nennen. Empfehlenswert für alle, die sich für Mode interessieren und für solche, die sich nicht so für Mode interessieren, dafür amüsieren wollen - über die Mode-Besessenen...
Juni 2010
Goldstück
352 Seiten
Anne Hertz
Die Hauptmessage des Buches ist die Kraft des eigenen Wünschens. Die Kraft der eigenen Wünsche, verpackt in einen luftigen Roman. Eine liebenswerte Protagonisting, Maike, die sich als Verliererin sieht, bis sie merkt, dass sie sich mit negativen Gedanken selber hinunter zieht.
Nach dem Tod ihrer geliebten Cousine sieht aber auf einmal alles anders aus und sie merkt, dass das mit dem Wünschen tatsächlich funktioniert...
Ganz ok.
Mai 2010
Kennen wir uns nicht?
410 Seiten
Sophie Kinsella
Halleluja! dachte ich, als der Karton von Thalia mit der Post eintraf - hatte das vermisste Buch in der Buchhandlung natürlich sofort online bestellt und freute mich wie ein Kind. Ich kann nur noch mal wiederholen: I <3 her!
Die Protagonisting Lexi Smart erwacht nach einem Unfall aus dem Koma und kann sich an nichts mehr erinnern! Sie auf einmal eine andere als sie gerade eben, vor dem Unfall noch gewesen ist! Eine amüsante Suche nach sich selbst beginnt und der Zeit merkt Lexi, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick vermuten lässt.
Herrlich amüsant und liebenswert - aber Charlston Girl hat mir noch besser gefallen!
Einfach alle lesen und selber für einen Liebling entscheiden!
April 2010
Die Chaos Queen
317 Seiten
Janet Evanovich
Eigentlich war ich in der Buchhandlung, um mir den einzigen Roman von Sophie Kinsella zu kaufen, den ich noch nicht habe: "Kennen wir uns nicht?" - Tja, in der Regel gibt es bekanntlich das, was man gerade will nicht... Auch sonst gelüstete mich nichts so richtig. Hatte zig Bücher in der Hand, las den Beschrieb, legte ein Buch nach dem anderen wieder zurück. Wollte was amüsantes. Hatte Lust auf was leichtes, locker flockiges - war noch total in meiner Sophie Kinsella Euphorie. Dann die Erkenntnis!
Janet Evanovich mit ihren Romanen über Stephanie Plum - Kopfgeldjägerin ihres Zeichens! Die war immer witzig und locker flockig.
War sie auch dieses Mal. Stephanie wollte als Kopfgeldjägerin aufhören, kündete ihre Stelle, geriet aber schon bald wieder tief den Sumpf der Verbrecher. Jemand hatte es auf ihr Leben abgesehen und dieser Jemand jagte sogar eine alte Frau in die Luft - anstelle von Stephanie. Eine amüsante Suche nach dem Mörder beginnt und Stephanie beweist, dass sie einfach für das Business als Kopfgeldjägerin gemacht ist!
Also, wer was locker flockiges sucht: Janet Evanovich und ihre Serie über Stephanie Plum sind eine gute Lösung dafür und es gibt immer wieder einen Band, den man sich aus der Buchhandlung holen kann!
April 2010
Charleston Girl
500 Seiten
Sophie Kinsella
I LOVE HER!!! <3
... zumindest ihre Bücher :)
Nein wirklich. Sophie Kinsella schafft es wie keine andere, dass man ihre Protagonisten ins Herz schliesst und so in der Geschichte mitlebt, dass man wirklich alles andere um einem herum vergisst! Genau dieses Gefühl erhoffe ich mir mit meinen Büchern (oder dem einen, das bereits erschienen ist), bei den LeserInnen auszulösen. Genau DAS ist es!
Dieses Buch erwärmt das Herz, es ist spannend und die Story ist eine wunderbare Idee und ein genialer Schachzug. Sensationell!
Die Protagonistin Lara wurde gerade von ihrem Freund verlassen und ihr Job ist eine Katastrophe. Dann taucht der Geist ihrer verstorbene Grosstante Sadie, der sie noch nie begegnet ist, auf - an deren eigenen Beerdigung. Sadie sucht nach ihrer Kette, die spurlos verschwunden ist und Lara soll ihr suchen helfen.
Sadie ist eigenwillig, will Spass und liebt Charleston. Zu Laras Ärger findet Sadie einen Mann, der ihr gefällt und mit dem Lara anstelle von ihr ausgehen muss. Suche, sowie die Treffen mit dem Fremden werden turbulent... Dabei will Lara doch nur ihren Exfreund zurück erobern.
GENIAL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
März 2010
Möchtegern
460 Seiten
Milena Moser
Hat mir, im Gegensatz zu ihrem letzten Roman "Stutenbiss", sehr gut gefallen! Ihre Hauptprotagonistin, Mimosa Mein, ist eine absolut liebenswerte Persönlichkeit mit der einen oder anderen Macke. Es ist beruhigend zu lesen, dass es anderen Schreibenden gleich geht wie einem selber. Vor allem die Tatsache, dass auch Mimosa gerne alleine ist und manchmal lieber schreibt als sonst was zu tut, beruhigt mich. Mir geht es oft genauso. Da hat man eine Geschichte im Kopf und man muss sie einfach niederschreiben. SOFORT! Andere können das manchmal nicht nach voll ziehen. Kreativität braucht eben oft viel Freiraum.
In dem Buch geht es um eine Castingshow:
"Die Schweiz sucht den Schreibstar" und Mimosa Mein, eine bekannte Schweizer Schriftstellerin, ist in der Jury. Es ist spannend, welche unterschiedlichen Charakteren aufeinandertreffen und Milena zeigt auf eine humorvolle und sehr unterhaltsame Weise auf, dass Schreibende alles andere als langweilig sein müssen...
Toll!
März 2010
Der Koch
309 Seiten
Martin Suter
Das Buch hat mir gut gefallen, könnte jedoch für Leute, die nicht so im Kochen versiert sind, etwas langatmig werden. Die Kochvorgänge werden zum Teil sehr genau beschrieben, was ich persönlich sehr spannend fand.
Ich hatte eher Mühe mit der politischen Gegenwart, dem Krieg in Sri Lanka und den politischen Verknüpfungen.
Wie erwähnt, ich mochte das Buch, aber mir persönlich haben andere Romane von Suter besser gefallen.
Februar 2010
Mein Traummann, die Zicke und ich
350 Seiten
Sarah Harvey
Ich lag mit einer üblen Grippe flach, hatte aber leider nichts mehr zu lesen. Also schleppte ich mich in den Coop und wählte ziemlich rasch dieses Buch. Hoffte, dass es kein Mist ist.
Ich hatte zwei Tage, dann war ich durch. Es war genial! Witzig, eine unglaublich liebenswerte Protagonistin und es war spannend. Als ich den Klappentext gelesen hatte, hätte ich nie gedacht, dass man aus so einer simplen Idee eine so spannende Geschichte schreiben kann.
Violet ist überglücklich weil sie ihren Traummann gefunden hat. Er will sie seiner Familie vorstellen und sie reisen in deren Anwesen. Zu Violets Schreck erkennt sie auf einem der Fotos ein Mädchen, das ihr das Leben während eines Schuljahres zur Hölle gemacht hatte und dieses Mädchen ist die Halbschwester ihres Traummannes. Leider soll auch die einstige Feindin zum Familienfest kommen und Violet fragt sich, ob sich die Geschichte von damals wiederholen wird...
Toll! Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich war so gefesselt! Genial!
Januar 2010
Juliet, naked
360 Seiten
Nick Hornby
"Nun, ich bin ein grosser Fan von Hornbys "About a boy" und "high fidelity". Mit "Juliet, naked" bin ich leider nicht so warm geworden. Die Protagonisten waren mir persönlich zu grau, zu seicht, zu wenig ausdrucksstark. Die Story hat mich nicht gepackt und ich habe immer gehofft, dass es spannender wird. Natürlich, wie in allen Hornby Büchern, ist die Musik das Thema.
Ein Paar in einem Kaff in England. ER ist Fan von einem Musiker, der vor zwei Jahrzenten nach einem Toilettenbesuch in einer Bar, von der Bildfläche verschwunden ist. Er und seine Anhänger diskutieren in den Foren immer und immer wieder über jede Einzelkeit des Musikers - bis SIE, die das Gerede über den Musiker nicht mehr hören kann, einen Kommentar über das neue Album, das plötzlich auftaucht, schreibt - darüber, wie schlecht es ist und wie verlbendet die Anhänger seien. Der Musiker - ein Amerikaner - nimmt überraschend per Mail Kontakt mit ihr auf. Eine Art Lovestory beginnt.
Wie gesagt, mich hat es zu wenig gefesselt, als dass ich es weiterempfehlen würde.
Dezember 09
Tanjas Welt
Tanja Wekwerth
193 Seiten
Zuerst hatte ich, ehrlich gesagt, Bedenken ein Buch zu lesen, in dem es um Kurzgeschichten über das Familienleben
geht... Schreibe ich doch selber solche Geschichten (Jessica und Familie) und es ist jedesmal entmutigend, wenn man merkt, dass schon jemand anders die gleiche Idee hatte - oder "touch wood" sogar die Bessere! ARRGH!
Aber schon bei der ersten Geschichte stellte ich mit Erleichterung fest, dass Frau Wekwerth einen anderen Schreibstil hat und es sich in ihren Geschichten um ihre eigene Familie dreht - was bei meiner Familie Schweizer nicht der FAll ist (abgesehen davon, dass Jessica gewisse Charakterzüge aufweist, die man mit mir in Verbindung bringen könnte... ähem :o))
ABER: Die Geschichten haben mir sehr gut gefallen und ich habe das Buch ruck zuck ausgelesen und mich dabei köstlich amüsiert - es ergeht uns Müttern eben wirklich allen gleich - und wer behauptet, die eigenen Kinder seien immer NUR brav - der lügt und zwar gedruckt! :o) :o) :o)
Dezember 09
Tilly Bagshawe
Bitte nicht stören!
478 Seiten
ENDLICH! EEEEEEEEENDLICH!
wieder ein Buch, das ich so herausragend fand, dass ich es innerhalb von 4 Tagen gelsen habe! Na gut, war ein Sonntag dabei, an dem ich über 200 Seiten verschlingen konnte... (nicht, dass der Verdacht aufkommt, berufstätige Mütter hätten nebenbei noch die Zeit, zu faulenzen.. :o) )
Gebe auch zu, dass es meinem eigenen Roman, simply sexy! nicht unähnlich ist. Der Aufbau, die Wahl der Protagonisten und Antagonisten und das Finale.
Auf jeden Fall: Wer auf Spannung, Liebe, Lug und Betrug in einem Buch steht, dem lege ich nahe, diesen Roman zu kaufen!
Die Geschichte spielt in NY, den Hamptons und zum Teil in London und dreht sich um die Hotelindustrie.
Die junge Honor Palmer übernimmt nach dem Tod ihres Vaters das Hotel der Familie in den Hamptons. Einst ein Juwel und weltberühmt, verkommt es immer mehr und steht kurz vor dem Aus.
Die Tatsache, dass nebenan ein Luxushotel eröffnet wird, hilft beim Aufbau nicht gerade. Vor allem der Manager, Lucas Ruiz, wird von Honor bald zu ihrem ärgsten Feind erkoren. Doch sie sollte nicht ahnen, dass sie mit dem attraktiven Frauenheld bald mehr teilt als nur die Passion für die Hotelindustrie...
Unbedingt lesen!!!
November 09
Wie Sie in High Heels unfallfrei eine Glühbirne auswechseln
Camilla Morton
500 Seiten
Ich muss, angesichts des Titels, wohl nicht erwähnen, dass das DAS Buch für alle Frauen ist, die High Heels als ihre besten Freunde / Freundinnen ansehen...
Witzig geschrieben, mit vielen Tipps (die man (Frau) beherzigen kann oder auch nicht :o) und vielen Beiträgen von namhaften Designern und Stilexperten.
Ein tolles und auch witziges Geschenk für alle, die auf High Heels durchs Leben stöckeln (wie ich es mit Vorliebe tue! hi hi :o) )
Auch eine ideale Leselektüre für all jene Frauen, die gerne in sich geschlossene Geschichten lesen: Denn jedes Kapitel steht wieder für ein anderes Thema und so kann man gut zwischendurch eine kleine Pause einlegen und sich eine Stillektion von Camilla Morton erteilen lassen!
Oktober 09
Gleich hinter Wolke sieben
Melissa Hill
443 Seiten
Inhaltlich hatte die Autorin eine tolle Idee! Mehr möchte ich nicht verraten, weil sonst die Überraschung zunichte wäre...
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, sowie auch die Charakteren die ich als sehr schön gezeichnet empfunden habe.
Einziger Nachteil: So richtig gefesselt hat es mich erst nach der Hälfte. Vorher mochte ich den Schreibstil, die Figuren, eine leichte Neugier - aber dann: PENG! Konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen!
In Sydney bekommt die junge Lektorin Brooke ein Manuskript in die Hand, das die Geschichte der Schwestern Eve und Sam, die in Irland wohnen und grundverschieden sind, erzählt.
Eve ist eingefleischte Mutter und Hausfrau, Sam Bestsellerautorin und Kolumnistin und kann sich nicht entscheiden, den Heiratsantrag ihres Freundes anzunehmen.
Um mehr Verständnis für das Leben der anderen zu bekommen, tauschen die Schwestern für ein paar Tage die Rolle - was zu einer ungeahnten Wendung führt - auch für die Lektorin Brooke, die in Australien das Manuskript liest...
Lohnt sich zu lesen!
August/September 09
Alles ist nicht genug
Janelle Brown
495 Seiten
Der Titel impliziert bereits den Inhalt des ganzen Buches. Frau von reichem Geschäftsmann wird für eine andere verlassen, verkraftet das nicht, greift zu Koks, (von ihr ES genannt) das sie vom Poolboy bezieht, der ein Techtelmechtel mit der Tochter, die sich von LA wg hohen Schulden zu Hause verkriecht und deren Schwester herum schläft, schwanger wird, das Kind aber verliert.
Mir haben die Spannungspunkte gefehlt. Ich dachte immer: Jetzt muss doch was kommen! und es plätscherte immer weiter dahin ohne auch nur einmal in eine reissende Strömung zu geraten. Ich habe mir immer wieder überlegt, was die Message der Autorin sein soll - Menschen streben nach immer mehr und lassen dafür sogar rücksichtslos die Familie im Stich, Intellekt garantiert nicht immer für Erfolg und Liebe kann nicht mit Sex erkauft werden...?
Ich finde das Buch nicht wirklich spannend und die Protagonisten sind mir persönlich zu lahm. Niemand, der Feuer im Arsch hat und als Gegenpool zu der verkoksten Hausfrau, der Tochter die resigniert und dem Teenager, der sich die verlorenen Kilos wieder aus Frust anfuttert wäre eine, vor Energie strotzende Persönlichkeit nicht schelcht gewesen - meine Meinung.
Juli 09
Das Familientreffen
Anne Enright
343 Seiten
Habe in diesem Buche einen wunderbaren, absolut treffenden Satz gelesen:
"Es gibt so wenige Menschen die zu lieben uns gegeben. Und alle bleiben sie uns haften."
Als ich diesen Satz gelesen habe, sind mir beinahe die Tränen gekommen - weil er so unglaublich wahr ist - und uns diese Tatsache so selten bewusst...
Wir streben immer nach mehr, nach etwas Besseremm, Schönerem, das Angebot ist schier unendlich, die Kontaktszene wie das Facebook, das meiner Meinung nach lediglich eine Plattform unglaublicher Eitelkeiten ist, lässt vielen Menschen den wahren Blick ins Innerste oft verschliessen oder zumindest vernebeln (natürlich, wie immer, nicht all umfassend...), aber ich bin überzeugt, dass viele in der heutigen Zeit am Traumpartner/In vorüberziehen...
Sprachlich ist das Buch brillant, fliessend und glitzernd wie ein glasklarer Bergbach.
Inhaltlich wohl nicht Jedermanns Sache...
Juni 09
Mängelexemplar
Sarah Kuttner
261 Seiten
Oookay... Wenn ich länger als zwei Wochen für ein nur 260seitiges Buch benötige, dann musste ich mich wirklich quälen. Sorry, aber ich bin und bin nicht mit der Protagonistin warm geworden.
Karo ist eine junge Frau die an einer Depression erkrankt. Das Thema ist von S. Kuttner sehr wohl zeitgemäss gewählt, denn es gibt sehr viele Menschen, die an einer Depression erkrankt sind und man die Anzeichen sehr spät erkennt. Meistens wollen es ja nicht mal die Patienten wahr haben...
Ich lese gerne Bücher, die sich mit der Psyche des Menschen befassen; das finde ich ungemein spannend und interessant - aber wie gesagt, ich wurde einfach nicht warm mit dieser Karo - vielleicht auch, weil ich gewisse Handlungen und Gedankengänge nicht richtig nach vollziehen konnte. Die Frau war mir irgendwie zu strange.
Mai / Juni 09
One Fith Avenue
Candance Bushnell
511 Seiten
C. B. zeichnet die NY high society sehr genau,bissig, skizziert die Macht und das Verderben des Geldes, der Einfluss den man hat, wenn man die richtigen Leute kennt und wie einsam man werden kann, wenn man Idealen nacheifert, die nicht zu uns passen.
Sie zeigt auf, wie unvorhersehbar das Leben sein kann, was Gier aus den Menschen zu machen vermag. Wie reizvoll Erfolg sein kann - aber wer aus falschen Gründen einen Menschen an sich binden möchte - der scheitert - früher oder später. Die wahre Liebe wird immer siegen. Auch wenn es einige Zeit, Jahre, dauert.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Spannend, viele verschiedene Charakteren, die sich miteinander verweben und trotzdem verliert man den Überblick nicht.
Mai 09
Der kleine Nick ist wieder da!
384 Seiten
René Goscinny / Jean-Jaques Sempé
"Le petit Nicolas" Kult aus Frankreich ist die Erfindung von Goscinny, dem Vater von Asterix und Verfasser der Texte für Lucky Luke und dem Illustrator Sempé, der zu einem der grössten französischen Zeichner der Gegenwart gehört.
Sie denken bestimmt: Das ist doch ein Buch für Kinder! Aber lassen Sie mich kurz meine Vorgeschichte dieser Bücherreihe erzählen:
In der Primarschule durften wir unser liebtes Buch vorstellen. Ein Klassenkamerade wählte den "kleinen Nick" und bald darauf las die ganze Klasse die Streiche des kleinen Schülers und seinen Kumpels.
Natürlich habe ich die Ausgaben, die ich damals mit acht / neun Jahren gelesen habe, immer noch. Bücher vermögen genauso Erinnerungen zu wecken wie Düfte - und diese können, auf ihre eigene Weise genauso berauschend sein...
Auf jeden Fall, als ich wieder einmal meinem Bücherkaufrausch verfallen bin da dachte ich, ich könnte meinen Kindern ein Buch mit Gute-Nacht-GEschichten mitbringen. Ich stöberte und plötzlich fiel mein Blick auf die neue Ausgabe des "kleinen Nick". Ich glaube, ich habe - gar nicht peinlich - einen kleinen Freuden / Überraschungsschrei ausgestossen. :o)
Nach "nackt" war diese Lektüre natürlich etwas gänzlich anderes und ich habe mich köstlich amüsiert und vor mich hin geschmunzelt. Wie erwähnt, ist es über zwanzig Jahre her, als ich die witzigen Geschichten des kleinen Nick gelesen habe und sehe die Streiche nun aus der Sicht seiner Eltern. Dabei dachte immer x wieder: "Ja ja, DAS waren noch Zeiten..." :o)
Wer sich also eine leichte, witzige Lektüre einverleiben möchte: Allez avec le petit Nicolas!
Mai 09
nackt
272 Seiten
Diablo Cody
"nackt" handelt von einer eher schüchternen jungen Frau, die ihrem langweiligen Leben entrinnen will und mit dem Strippen anfängt. Sie beschreibt ihren Weg vom unerfahrenen Girl bis hin zur abgebrühten Stripperin bis sie merkt, dass es in den Clubs zugeht wie an einem nicht sehr exklusiven Hotelbüffet und die Gäste übersättigt sind mit dem Angebot. Dass die Mädchen einfach herkömmliche Massenware sind, die darum betteln müssen einen Lapdance / Beddance usw. machen zu dürfen damit sie beim Club nicht in der Kreide stehen.
Hmhm. Das Buch ist auf seine Art und Weise gut. Genau, jetzt folgt das ABER: Auf der einen Seite ist es fast zu wenig "schmutzig" (also nicht zu vergleichen mit Charlotte Roches "Feuchtgebiete")und auf der anderen nicht sooo fesselnd,enthüllend dass ich behaupten kann, man muss es gelesen haben - auch wenn die Autorin mit ihrem lockeren, sauberen, ehrlichen und humorvollen Schreibstil besticht.
Es gab nichts, das mich wahnsinnig überrascht hätte (wg Enthüllungsroman). Dass die Frauen in dem Business in erster Linie auf die grosse Kohle hoffen ist eh klar. Welche Frau reibt sich sonst freiwillig auf duzenden von fremden Kerlen die sich mitunter die Hose einsauen? Und auch ein acht-Stunden-Masturbation-Marathon-hinter-Glasscheibe jeden Tag dünkt mich nicht sonderlich erstrebenswert.
Polemisch? Vielleicht.
Ist auf jeden Fall amüsant. Lesen und ein eigenes Urteil bilden! :o)
April 09
Ein echter Schatz
317 Seiten
Janet Evanovich
Die Protagonistin, Stephanie Plum, ist Kopfgeldjägerin, crazy, chaotisch, hat zwei unwiderstehliche Verehrer, eine skurille Grandma und ist super sympathisch!
Evanovichs Stil ist humorvoll, die Charakteren sind prägnant und die Story gelungen. An manchen Stellen habe ich Tränen gelacht und konnte mich kaum mehr einkriegen - kein Wunder, dass ich das Buch innerhalb weniger Abenden ausgelesen habe.
"Ein echter Schatz" ist der 13. Stephanie Plum Roman von Janet Evanovich.
April 09
nele & paul
395 Seiten
Michel Birbeak
Hach! Stehe sonst nicht so auf Liebesromane. Sind mir meistens zu abgeschmackt. Aber dieser! Zum wegschmelzen und witzig!
Wirklich wunderschöne lovestory, nicht so kitschig süss, dass man ins Zuckerkoma kippt, sondern schlichtweg zum Schmachten. Ein Protagonist zum Verlieben, ein wunderbar leichter, humorvoller Schreibstil, dessen Metaphern so treffend und doch nicht gesucht sind, so dass ich entweder am Schmunzeln oder halb am Weinen war.
Leute, krallt euch dieses Buch, versumpft darin und taucht erst wieder auf, wenn ihr die letzte Seite gelesen und euch die Tränchen aus den Augenwinkeln getupft habt...
März 09
Ruhm
203 Seiten
Daniel Kehlmann
Wirklich aussergewöhnlich. Regt zum Nachdenken über unser Leben an. Wie sich Handlungen von Menschen auf das Leben eines anderen auswirken. Besteht das Leben aus vielen, verschiedenen Geschichten? Wie schnell es geschehen kann, dass wir uns in einem Krimi, in einer Liebesgeschichte befinden - ohne dass wir je mit dieser Option gerechnet haben.
Als ich das Buch innerhalb von drei Tagen durchgelesen und zugeklappt habe, bin ich noch einige Zeit da gesessen und habe über die Geschichte, die sich um das Leben neun völlig unterschiedlicher Menschen dreht, die unabhängig von einander doch wieder zusammenhängen, nachgedacht.
Kehlmanns Stil (aus meiner Sicht): witzig, geradlinig, poetisch mit Ironie gespickt
Eine äusserst gelungene Komposition aus Realität und Surrealität