Liebe LeserInnen

   

Als Mutter (und ich denke, dass mir viele andere Mütter zustimmen werden!) kann es hin und wieder vorkommen, dass die Nerven blank liegen - und ich meine damit wirklich BLANK BLANK!

Wenn unsere Schimpftirade (die in den meisten Fällen berechtigt ist!) in einem Geschrei und Geheul untergeht und die gesamte Lego und Playmobilsammlung noch nach drei Stunden herum liegt. Wenn die Kids (die bei allen anderen die liebsten Wesen sein können) bei den Worten: "So, jetzt wird aufgeräumt!" plötzlich unglaubliche Bauchschmerzen bekommen, müde sind oder sich auf die Toilette verkrümeln. Wenn wir das Wasser im Badezimmer gleich Kübelweise abschöpfen können, die Korn Flakes bis in die hintersten Ritzen dringen, die Apfelschorle sich über den Boden ergiesst, das Joghurt an den Stühlen runterläuft, der Sand vom Sandkasten das Wohnzimmer in die Sahelzone verwandelt und das Genörgele wegen nichts und wieder nichts kein Ende nehmen will (und solche Tage gibt es!) - ja, dann kann es vorkommen, dass auch die gelassenste Mutter nicht mehr so gelassen ist, wie sie es gerne wäre - oder sollte - nach dem Ratschlag von pädagogischen Ratgebern. HA HA HA! In der Theorie ist immer alles viel einfacher, als es in der Praxis schlussendlich ist.

Wir Mütter sind Pädagogen, Psychologen, Krankenschwester, Seelentröster, Köchin, Putzfrau und sogar Klempner (wenn ungeliebte Zahnbürsten kurzerhand in den Abfluss gestopft werden, die wir dann angegraut und mit Algen bewachsen, herausfischen müssen) in einem - und manchmal möchten auch wir einfach nur Frau sein!

 

Auf jeden Fall habe ich irgendwann damit begonnen, meinen Ärger, wenn dieser, ähem, einmal eintritt, in Kurzgeschichten nieder zu schreiben und erfand dafür die Familie Schweizer - bei denen es noch viel chaotischer zugeht als bei uns. Das tröstet mich...

 

Was die Protagonistin Jessica Schweizer und mich neben unserem Faible für Green Day verbindet? Unsere liebste handwerkliche Tätigkeit ist weder bügeln noch nähen, sondern die Unterschrift unter den Visa / Mastercardbeleg in einem Schuh- oder Kleidergeschäft zu setzen...

 

Ansonsten sind alle Familienmitglieder der Familie Schweizer frei erfunden!

 

Ich hoffe, dass Ihnen die Geschichten gefallen und die Mütter unter den Leserinnen getrost wissen, dass es nicht nur bei ihnen mitunter drunter und drüber geht und der Haushalt in einem Ghetto par excellence zu etrinken droht!

 

(alle Rechte an den Texten sind vorbehalten)